Wer Leitplanken veröffentlicht, lässt sich prüfen.
Ein Vorgehen ist so viel wert wie die Regeln, die es auch dann einhält, wenn es unbequem wird. Deshalb stehen sie hier — nicht als Absichtserklärung, sondern als das, woran dieses Vorgehen scheitern kann.
Eine Achse statt Sondermodelle
Person, Funktionspostfach, Agent und Dienst stehen gleichwertig auf einer Achse. Der Agent wählt, der Dienst führt aus, die Regel antwortet, der Mensch verantwortet.
Unsicherheit heißt nicht Zugriff
Ein fehlender Mandantennachweis schließt. Eine leere Akteursliste heißt verboten, nicht „alle“. Sichere Vorbelegung ist Architektur, kein Programmierstil.
Explizite Regeln statt if-Kaskaden
Fachentscheidungen liegen als Entscheidungstabellen vor, nicht im Code vergraben. Sie überleben den Übergang vom Prototyp zur Lösung.
Automatisch, nicht als Vorsatz
Architekturprüfung ab Projektanlage, Stückliste und Schwachstellen-Gate je eigenständigem Build. Ein Tor, das nicht abbrechen kann, ist kein Tor.
Zuordenbar bis zum Ergebnis
Jede Antwort bleibt einer Identität, einem Auftrag und einem Ergebnis zuordenbar. Die Kette wird nicht gekürzt — auch nicht für eine Vorführung.
Kein Sonderrecht für Prototypen
Dieselbe Basis, dieselben Regeln, dieselben Freigabetore wie bei einem Produkt. Genau das ist der Grund, warum aus dem Prototyp später etwas werden kann.
Abgegrenzt und datensouverän
Material bleibt auf der Maschine, auf der gearbeitet wird. Nichts wird nebenbei veröffentlicht, nichts wandert in fremde Dienste.
Neun veröffentlichte Regeln
Neun Regeln legen fest, wie mehrere Agenten gleichzeitig an einem Bestand arbeiten: Anspruch je Modul, isolierte Arbeitsräume, gemeinsamer Zustand, Abbruch statt Rateschleife.